Die Organisation: Gemeinsam bauen

Baugruppen und -gemeinschaften entstanden in den 1990er Zahl zunächst in Süddeutschland, vor allem in Freiburg und Tübingen. In Berlin erleben sie seit einigen Jahren einen regelrechten Boom. Das Portal www.wohnportal-berlin.de zählte zuletzt 144 Projekte in allen Stadien, von der Gründung bis zum fertigen und bewohnten Haus. Zwischen Planern, Betreuern und Beteiligten an Gruppenprojekten gibt es einen intensiven Know-how-Austausch.

Bauherrin unseres Hauses ist eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts, deren Mitglieder die künftigen Bewohner sind. Die Gesellschaft hat im Juli 2010 die Grundstücke Boyenstraße 34 und 35 gekauft. Derzeit wird der Bauantrag vorbereitet; der Bau soll 2011 begonnen und im Sommer 2012 fertiggestellt werden. Ab dann besitzt jeder Beteiligte eine Eigentumswohnung. Bis dahin fällt die Gruppe alle wichtigen Entscheidungen gemeinsam, professionell unterstützt durch die Architekten und weitere Experten.

Die Beteiligung an einer Baugruppe bietet folgende Vorteile:

  • Jeder kann frühzeitig Einfluss auf das Projekt nehmen.
  • Der Spielraum zur Gestaltung der eigenen Wohnung ist groß: Grundriss und Ausstattung sind im Rahmen der technischen Gegebenheiten frei wählbar.
  • Anders als Bauträger von Eigentumswohnungen haben wir kaum Vermarktungskosten und -risiken, machen keinen Verkaufsprofit. Daher kosten unsere Wohnungen deutlich weniger. Wir kalkulieren mit rund 2.350 Euro pro Quadratmeter. Bauträger bieten in dieser Gegend Neubau-Eigentumswohnungen ab etwa 3.000 Euro pro Quadratmeter an.
  • Für einen günstigeren Preis bauen wir in hoher Qualität. Wir planen unser Haus selbst und binden uns als Bewohner für lange Zeit an das Projekt. Daher sind wir stark an nachhaltiger Qualität und niedrigen Betriebskosten interessiert. Energiesparen ist für uns besonders wichtig; mehr dazu unter Das Haus: Sonnig, vielfältig, energiesparsam.